2010 | Ideen für Karlsruhe

Ziel 1: Den öffentlichen Raum wohnlich machen
Kongressplatz: „Felder“
Happening am Sonntag 7. März 2010, 12:00 - 15:00 Uhr
Mit diesem Projekt verändert sich kurzzeitig der Kongressplatz, der meist nur als Durchgangsraum oder Zulieferer-Parkplatz erlebt wird. Er verwandelt sich gleichzeitig in Wohnzimmer und Agrar-Landschaft. Teppiche aus Karlsruher Wohnzimmern breiten sich über das Pflaster, verfremden die Oberfläche, laden zum Ausruhen, Aufhalten und sich zu eigen machen ein. - Und auch dazu, für sich einen anderen Umgang mit diesem Stück öffentlichen Raum zu erfinden und ein neues Bild zu generieren. Zusätzlich lassen
sich Einrichtungstendenzen erkunden und Verhaltensmodifikationen der Passanten beobachten. Besucher mit oder ohne eigenen Teppich sind eingeladen, sich dazu zu gesellen und dem Stöhrfunk Ensemble zu lauschen, das die Teppichlandschaft bespielen wird.



Ziel 2: Verschönerung
Nancyhalle (fiktives Projekt): „Begrünung von Mobilfunkantennen“
Mobilfunk-Antennen gibt es auf jedem dreißigsten Dach in Karlsruhe. Sie bieten zahlreiche Möglichkeiten zum Einhängen oder Aufsetzen von Blumenkübeln. Bewässerung lässt sich über ein einfaches osmotisch funktionierendes Saugsystem bewerkstelligen. Die dafür benötigten Wasserbehälter müssten nur ein Mal im Sommerhalbjahr neu befüllt werden. Ein geringer Aufwand im Verhältnis zur Wirkung. Zusätzlich wird in der Stadt die versiegelte Fläche reduziert. Insekten - besonders
Wildbienen und Schmetterlingen - wird Nahrung geboten und deren
Bestände vergrößert.
Evtl. wäre das Projekt auch für die KIT (Karlsruher Institut für Technologie) nutzbar:
experimentelle Studien über Vor- und Nachteile des Vorhandenseins von Handy-Antennen für niedrige Lebensformen ließen sich anschließen.



Ziel 3: Medienpräsenz stärken
Nancyhalle (fiktives Projekt): „Klitoriten über Karlsruhe“
Karlsruhe tritt meist durch trockene Meldungen, wie Verfassungsgerichtsurteile oder den Bundesgerichtshof in die Öffentlichkeit. Eine andere Qualität hätte z.B. die Schlagzeile:
„Klitoriten über Karlsruhe“- Ein künstlerisches Projekt, dass gleichzeitig mehreren Bevölkerungsgruppen Rechnung trägt: Weiblichkeit schlägt ein! Weltuntergangsliebhaber, sowie Freunde kleiner erotischer Anspielungen, wie auch die Frauenbewegung werden mit ihren Themen Zuhause abgeholt. Auch Kinder
(Karlsruhe UNICEF Kinderstadt 2010) bleiben durch ihre Begeisterung für Vulkane, Meteoriten, Kometen und ähnliches nicht außen vor.