2011 | Blubbern aus der Tiefe



Karlsruhe Dezember 2011: Zitronen-Lavendelgeruch breitet sich aus. Ein „Fragen- und Wünsche-Orakel" von SaDoRoSt zu öffentlichem Raum anlässlich der "Werkstatt zur Kunst im öffentlichen Raum" (Symposium im Tollhaus, veranstaltet von der Stadt Karlsruhe)



• Ist es die Aufgabe der Kunst keine Aufgabe zu haben?

• Ich würde gerne die nördliche Wilhelmstraße 30cm dick mit
Tannennadeln bedecken und den ganzen Tag barfuß laufen.

• Wenn ich Kunst mache, muss ich danach wieder aufräumen?

• Was sind die ungeschriebenen Verhaltensmuster im öffentlichen Raum?

• Ich würde gerne Schweine in der Marienstraße halten.

• Haben Künstler mehr Rechte als andere?

• Super fände ich es in einer Baugrube im Citypark Ost ein Freibad zu
eröffnen.

• Darf Kunst für stadtplanerische Zwecke instrumentalisiert werden?

• Ich würde gerne das Glockenspiel vom Rathaus stimmen und dann soll
es täglich „always look an the bright side of life“ spielen.

• Geht es hier um die Ästhetisierung eine Baustelle?

• Darf Kunst die Freiheit anderer einschränken?

• Ich fände es klasse in den Dreck-Weg-Wochen mal die Kaiserstraße von
allen Bannern und Schildern zu säubern.

• Was ist schön?

• Wie lassen sich Abhängigkeiten produktiv nutzen?

• Wer definiert die Regeln im öffentlichen Raum?

• Ich würde gerne viel Holz vom Sperrmüll holen und damit ein
Baumhaus in den Kastanien am Werderplatz bauen.

• Darf partizipatorisches Arbeiten so sein, dass die partizipierenden
Personen eine vom Künstler definierte Aufgabe zu erfüllen haben?

• Ich würde gerne mal mein eigenes Loch graben und die Stadt von unten
anschauen.

• Ist eigentlich der schönste Raum der, der nicht funktionalisiert ist?

• Es würde Spaß machen den städtischen Raum konträr zu den
Quadratmeterpreisen zu nutzen, also z.B. ein Erbeerfeld in einer
Baulücke in der Amalienstraße anzulegen.

• Darf Kunst manipulieren?

• Ich würde gerne endlich die Waldstraße mit Wald bepflanzen und ihrem
Namen gerecht werden lassen.

• Können sich finanzielle, kulturpolitische und künstlerische Interessen
decken?

• Ist homeopatische oder aleopatische Kunst wirkungsvoller?

• Ist künstlerische Freiheit grenzenlos?

• Was kann man sich unter nachhaltiger Kunst vorstellen?

• Nehme eine Beziehung zu einem Ort auf, wenn ich dort etwas
installiere?

• Ist Kunst die einzige Möglichkeit etwas in den öffentlichen Raum
einzuschleusen, was weder finanziellen noch pragmatischen Interessen
dient?

etc.